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Aufklärende Fragen zur Transsexualität

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Begriffserklärung und hilfreiche

 Ausführungen, vornehmlich für

Transsexuelle

(aber auch für alle anderen)

sehr interessante Ausschnitte aus :   

TransFamily die Seite für Transmänner, Transfrauen, deren Angehörige und Freunde http://www.transfamily.de

 

Versuch der Begriffsklärung

TransGender

Überbegriff über alle Phänomene, bei denen Geschlechtergrenzen überschritten werden. Viele Personen, die sich nicht in eine der u. a. Kategorien einordnen wollen / können, bezeichnen sich selbst auch gerne als TransGender.

Travestie

Eine Kunstform, bei der das andere Geschlecht, meist in parodierter Form dargestellt wird.
"Travestie ist ein eigenes Bühnengenre, das mit Drag- Queens sehr wenig zu tun hat, obwohl diese Unterscheidung für Außenstehende oft schwer sein kann" (Miss Candy alias Holger Thor)

Drag-Queens

DRAG= dressed as a girl
Meist homosexuelle Männer, die sich bei Gelegenheit in parodistischer Manier als oftmals extrem überzeichnete Frau verkleiden.
"Ich bin eine Art WONDERWOMEN. Ich versuche mit Reizen zu spielen, die ich als Mann nicht habe, um damit die Geschlechterrollen aufzuweichen und zu sprengen. Ich bin schwul, obwohl es nicht notwendig ist, als Dragqueen schwul zu sein. Ich bin charmant und trotzdem Terroristin". (Miss Candy alias Holger Thor).

Drag - King

DRAG= dressed as a guy Frauen, die sich aus reiner Performance dazu entschließen - oftmals sehr übertrieben - als Mann aufzutreten und sich entsprechende Männernamen zuweisen. Die Erfahrung hat gezeigt, dass sich hier einige Frau zu Mann Transsexuelle in der Anfangsphase ausprobieren.

Fetischisten

Menschen, die rein zur sexuellen Stimulierung die Kleidung des anderen Geschlechts tragen.

Transvestiten / Crossdresser

Menschen die aus verschiedenen Beweggründen die Kleidung des anderen Geschlechts anziehen, jedoch nicht (unbedingt) an ein Leben im anderen Geschlecht denken. Kann in manchen Fällen Vorstufe der Transsexualität/Transidentität sein, bzw. die Person erkennt erst später ob sie transsexuell ist.
Der größte Anteil aller Transvestiten trauen sich nicht, ihre 4 Wände zu verlassen, und unterdrücken dabei einen wesentlichen Teil ihrer Persönlichkeit.

Geschlechtswechsler (nur Deutschland, die sog. kleine Lösung)

Menschen, die eine andere Geschlechtsidentität leben, aber aus den verschiedensten Gründen wenig oder keine Absicht haben, juristisch den Personenstand zu ändern.

Präoperative Transsexuelle

Diejenigen, welche andauernd oder zeitweise im biologisch konträren Geschlecht leben und sich auch so empfinden, sich aber noch nicht der geschlechtsanpassenden Operation unterzogen haben.

Postoperative Transsexuelle

Diese Personengruppe hat sich der geschlechtsanpassenden Operation unterzogen und lebt seit diesem Zeitpunkt mit allen Konsequenzen im richtigen Identitätsgeschlecht.

Transidentität

Deutschsprachiges Wort für English "transsexual", das fälschlicherweise mit Transsexuell übersetzt wird - hier geht es um Identität und nicht um Sexualität.

Intersexuelle

Menschen die aufgrund von genetischen Besonderheiten geschlechtlicher und/ oder körperlicher Art schwer einem der beiden Geschlechter zuzuordnen sind.

Hermaphoditismus / Schein Hermaphroditismus

Menschen die bei der Geburt Geschlechtsmerkmale beider Geschlechter vereinen oder Geschlechtsmerkmale abweichend vom genetischen Geschlecht besitzen.

Bio-Frau / Bio-Mann / Bio-Mädl / Genetic Girl (GG) / CIS Mann/ CIS Frau

Deutsche bzw. Englische Ausdrücke für Nicht- Transgenderpersonen

GA-OP, engl. surgery

Genital - Angleichende Operation (Operation von Transsexuellen), Genital - Anpassende Operation (Operation von Intersexuellen). Die beiden Begriffe werden gerne verwechselt, wir geben hier den medizinischen Terminus wieder.

Contragenetisch

entgegen dem gegebenen genetischen Geschlecht als zugehörig empfindend

Alltagstest (RLT real life test)

Bei Transsexuellen Menschen wird erwartet, dass sie in einem mehr oder weniger unbestimmten Zeitraum im gewünschten Geschlecht ihre Erfahrungen im Alltag machen. Sprich das sie im Wunschgeschlecht Tag ein Tag aus leben.

HRT (hormon replacement therapie)

Hormon Ersatz Therapie. Die eigenen Geschlechtshormone werden geblockt, gegengeschlechtliche Hormone werden verabreicht. Dies führt zu einer Verweiblichung bzw. Vermännlichung

Transfrau / MzF/ TS- Frau/ TF

Ein biologisch männlich zur Welt gekommener Mensch, der sich im falschen Körper geboren fühlt und sich selbst als weiblich einstuft und fühlt. Es treten somit Differenzen zwischen den äußeren Geschlechtsmerkmalen und der Seelenidentität auf.

Transmann / FzM/ TS- Mann/ TM

Ein biologisch weiblich zur Welt gekommener Mensch, der sich im falschen Körper geboren fühlt und sich selbst als männlich einstuft und fühlt. Es treten somit Differenzen zwischen den äußere Geschlechtsmerkmalen und der Seelenidentität auf.

 

Was ist Transsexualität?

 

Gerda Maria Weiß: Was ist Transsexualität?

Prof. Dr. Sohn schreibt in "Psycho 24" (1998, Sonderausgabe): "Transsexualität ist die schwerste Form der Geschlechtsidentitätsstörungen. Der Ursprung des Transsexualismus ist noch immer ungeklärt und Gegenstand teils heftiger Kontroversen innerhalb der medizinischen Fakultäten. Nichtsdestotrotz besteht Einigkeit darüber, dass es sich hier um ein gravierendes Störungsbild mit Krankheitswert handelt. Psychotherapeutische Behandlungsversuche zur Rückführung der Geschlechtsidentität auf das Geburtsgeschlecht scheitern regelmäßig, so dass bei gesicherter Diagnose die operative und hormonelle Geschlechtsumwandlung letztlich die einzige Maßnahme darstellt, um den Patienten ein ausgeglichenes Leben in Selbstidentifikation zu ermöglichen."
Nach "J. Bancroft" ist die sexuelle Identität ein wichtiger Bestandteil der allgemeinen und persönlichen Identität und des Selbstbildes, die deshalb stabil sein muss, um das Wohlbefinden eines Menschen sicher zu stellen. Er sieht es daher als sehr belastend an, wenn man nicht weiß welche Art von Mensch man eigentlich ist.
Noch belastender wird die Situation jedoch, wenn man begriffen hat, dass Körper und Geist nicht miteinander harmonieren.
Da diese Belastungen ein krankheitswerter Zustand sind, hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) in den International Classifikations of Diseases ICD 10, Transsexualität unter der Kennung F 64 als behandlungswerte Krankheit eingestuft. (F 64.0 =.Erkennen der Störung in der Adoleszenz und im Erwachsenenalter, F 64.2 =Störung bereits im Kindesalter erkannt.)
Transsexualität, (intensiver Wunsch und die Überzeugung dem anderen Geschlecht anzugehören.)
Das Wort vermittelt den Eindruck als handle es sich dabei um eine sexuelle Spielart. Es lässt im unbedarften Mitmenschen die Vorstellung aufkommen, der/die Betroffene fände mit der "Lust auf das andere Geschlecht" eine sexuelle Alternative, lebe damit eine "Perversion" aus.
Diese Betrachtungsweise ist jedoch zu oberflächlich, vermittelt ein vollkommen falsches Bild und führt zu den allgemein bekannten Missverständnissen.
Als Transsexualität wird die Diskrepanz zwischen biologischem (physischem) Geschlecht und dem subjektiv empfundenen psychischen Geschlecht bezeichnet.
Eine biologische Frau empfindet wie ein Mann = transsexueller Mann (FzM) und ein biologischer Mann empfindet wie eine Frau = transsexuelle Frau (MzF), und beide wollen entsprechend ihrer Empfindung leben, angenommen, akzeptiert und respektiert werden und natürlich auch entsprechend aussehen. Sie wünschen sich einen ihrem Empfinden gemäß gestalteten Körper und möglichst auch die entsprechende Physiognomie des psychischen Geschlechts.
Dazu gehört für eine transsexuelle Frau (MzF) nicht nur Busen und Vagina oder für den transsexuellen Mann (FzM) die flache, möglichst behaarte Brust, der Bart und unter Umständen ein Penis. Es gehört ebenso auch die entsprechend feminine oder maskuline Kleidung dazu, also das Tragen der Kleidung des Wunschgeschlechtes.
Trotz vielfacher (leider oft zu reißerischer und verzerrender) Aufklärung durch die Medien in der heutigen Zeit bestehen immer noch viele Irrtümer und falsche Annahmen, die es gilt auszuräumen, da sie die wahren Gründe für das Verhalten der Transsexuellen (TS) verschleiern.
Um das Wesen der Transsexualität (TS) deutlich zu machen, muss erklärt werden was TS nicht ist:
TS ist kein Fetischismus!
Für einen Fetischisten führen Gegenstände, Objekte oder einzelne Körperteile zu sexuellen Impulsen und Phantasien. Was dabei als Fetisch dient ist individuell stark unterschiedlich. Es können Haare, Füße, Reizwäschestücke, Schuhe, Gummi, Leder, Lack oder die komplette gegengeschlechtliche Kleidung usw. sein.
TS ist kein Transvestitismus (TV)!
Transsexuelle Menschen tragen die Kleidung ihres Wunschgeschlechtes nicht, um sich einen erotischen "Kick" zu verschaffen, wie es die Mehrzahl der Transvestiten tut. Auch nicht um damit Aufmerksamkeit zu erregen oder eine Show zu machen wie es in der künstlerischen Form, der Travestie der Fall ist. Sie tragen die Kleidung ihres Wunschgeschlechtes wie jede/r Angehörige des entsprechenden biologischen Geschlechtes auch.
TS ist keine Travestie! Travestie ist eine besondere, künstlerische Form der Personenimitation. In der weitaus überwiegenden Mehrzahl werden von homosexuellen Männern weibliche Showstars imitiert. Travestie ist in den allermeisten Fällen noch nicht einmal mit TV konform, denn die meisten "Damenimitatoren" sind froh, wenn sie nach der Vorstellung den "Fummel" wieder ausziehen können.
TS ist keine Spielart der Homosexualität!
Die Betroffenen sind weder Schwule noch Lesben, die mit der Transsexualität ihre Neigung zur Homosexualität verschleiern wollen. (Auch nicht dürfen, dies ist ein Ausschlussgrund) Liebt eine transsexuelle Frau einen Mann, dann ist sie nicht schwul sondern heterosexuell, oder im umgekehrten Fall; liebt ein transsexueller Mann eine Frau, dann ist er nicht lesbisch.

Heute ist zum Glück allgemein bekannt: Liebe ist eine Sache des Kopfes und der Kopf steuert den Körper. Doch gibt es auch unter TS homosexuelle Beziehungen. Liebt eine transsexuelle Frau eine Frau, dann kann man durchaus von einer lesbischen Beziehung reden, oder von einer schwulen Beziehung, wenn ein transsexueller Mann einen Mann liebt.

Zugegeben, das klingt vielleicht etwas verwirrend, erscheint jedoch plausible, wenn man das psychische Geschlecht der betroffenen TS berücksichtigt. Auch Bi-Sexualität ist wie bei sogenannten "Normalen" eine Variante der sexuellen Wünsche.
Ist Transsexualität gesellschaftsschädigend?
Nein! Nur ein in sich zufriedener Mensch kann seine volle Arbeitsleistung erbringen. Deshalb sind die Kosten für die Geschlechtsangleichung kein unnötig verschwendetes Geld, sondern Investition in die Arbeitskraft eines Gesellschaftsmitgliedes wie bei jeder anderen Krankheit auch. Das Recht auf körperliche und geistige Gesundheit muss Transsexuellen wie allen anderen Menschen auch zugestanden werden.
TS ist keine erotische Spielerei!
Die operative Angleichung an das ersehnte Geschlecht ist letztlich ein schmerzvoller und langwieriger Prozess, den wohl niemand aus lauter Spaß an der Freud auf sich nehmen wird. Sie ist einmalig und lässt sich weder rückgängig machen, noch beliebig oft wiederholen. Alle Transsexuellen hätten es viel lieber, wenn ihr Körper von vornherein ihrem Empfinden entspräche und eine angleichende Operation nicht erforderlich wäre.

Niemand ist freiwillig transsexuell und die Betroffenen legen meist einen langen, schmerzvollen Weg der Selbsterforschung und -erkenntnis zurück, bis sie sich schließlich gefunden haben und ihrer Seele zu ihrem Recht verhelfen. Viele leben aber in Selbstverleugnung, bis zu einem häufig vorzeitigen, freiwilligen Ende.
Ist Transsexualität ist eine Perversion?
Nein! Ein/e Transsexuelle/r will das Geschlecht nicht angleichen um hierdurch höheren Lustgewinn zu erzielen. Nicht selten haben Transsexuelle vor ihrer Geschlechtsangleichung kaum oder keinerlei zwischenmenschlich-geschlechtlichen Beziehungen und nehmen solche erst nach der Angleichung auf.
TS ist keine Geisteskrankheit!
Transsexuelle sind weder wahnsinnig noch verrückt. Die Diagnose der Transsexualität ist weder mit Schizophrenie noch mit Paranoia verbunden. Diese werden ganz im Gegenteil durch die Differenzialdiagnose ausgeschlossen. Was jedoch nicht ausschließt, dass sich Betroffene im Stadium ihrer Selbstfindung manchmal wie schizophren empfinden. (Es war, als liefe ich ständig neben mir selbst her.)
Ist TS eine Krankheit?
Sie ist auf jeden Fall ein Zustand der Krankheitswert besitzt. Eine Heilung im Sinne von auskurieren gibt es nicht, weder durch psychologische oder psychiatrische Therapien, noch durch Anti-TS-Pillen oder Gehirnchirurgie. Der einzige Weg zur "Heilung" ist das offene Leben in der gewünschten Geschlechtsrolle und die Angleichung an das Wunschgeschlecht.

Dies erfordert jedoch vorab eine tiefgehende Aufarbeitung des bisherigen Lebens unter psychologischer Begleitung, um eine positivere Einstellung zu gewinnen und frühere Fehler in der neuen Rolle nicht zu wiederholen. Des Weiteren werden Hormonbehandlungen und aufwendige Operationen erforderlich, die heute glücklicherweise von den Krankenkassen übernommen werden.

Ansonsten ist die Transsexualität ebenso wenig krankhaft wie Homosexualität oder Heterosexualität. Aber auf Grund der bestehenden Gesetzeslage sind die Betroffenen gezwungen die Pathologisierung hinzunehmen. Transsexualität ist weder ansteckend noch übertragbar oder vererblich und über mögliche Ursachen spekulieren nicht nur die Experten. Von pränatalen, biologischen Faktoren über psychische Ursachen, bis hin zu sozialen Einflüssen werden alle Möglichkeiten diskutiert.
Transsexualität ist keine Intersexualität!
Bei Transsexualität besteht der eindeutige Unterschied zwischen körperlichem und geistigem Geschlecht. Bei Intersexualität ist das Geschlecht nicht eindeutig bestimmbar. Hermaphroditismus, Zwittertum. Bei einem von rund 2000 neugeborenen Kindern lässt sich das Geschlecht nicht eindeutig bestimmen. Es gibt sehr viele unterschiedliche Ausprägungen, die auf hormonellen oder chromosomalen Ursachen und Abweichungen beruhen können. Da Eltern und auch Mediziner eine Zweigeschlechtlichkeit meist nicht akzeptieren können oder wollen, wird leider allzu oft von Geburt an in die körperliche und emotionale Integrität eingegriffen, um das Kind als eindeutig männlich oder weiblich aufwachsen zu lassen, ohne die psychische, geschlechtliche Entwicklung des Kindes abzuwarten.

Nicht selten haben daher intersexuelle Menschen in der Folge die gleichen Probleme wie die Transsexuellen, können sich auf Grund der Intersexualität dann jedoch nicht immer auf das TSG und die Standards berufen. Jedoch ist Intersexualität nicht automatisch ein Ausschlussgrund für Transsexualität.
TS keine Änderung des Geschlechts.
sondern eine Angleichung des Körpers an den psychischen Zustand der Betroffenen. Was für die Umwelt wie ein Wechsel von einem zum anderen Geschlecht erscheint, da die psychische Verfassung der Betroffenen nicht richtig eingeschätzt wird, hat für die TS eine viel tiefer gehende Bedeutung. Die Transformation bedeutet nicht den Wechsel zum anderen Geschlecht, sondern die Vervollkommnung des "Ich" fast im Sinne einer Metamorphose.
TS ist keine Modeerscheinung.
Wenn sich auch in den letzten Jahren in immer weiter steigenden Zahlen Transsexuelle zu ihrem seelischen Empfinden bekennen und aus ihrer Isolation heraustreten, kann doch von einer Modeerscheinung nicht die Rede sein. Transsexualität lässt sich nicht als zukunftsweisender Trend vermarkten und die Selbsthilfegruppen haben nicht vor, wie eine Sekte um Mitglieder zu werben. Das Angebot der Selbsthilfegruppen zur Hilfe soll auch nur als Hilfe zur Selbsthilfe verstanden werden.
TS betrifft Frauen und Männer.
Bedingt durch das auffälligere Auftreten transsexueller Frauen (MzF) schien es zunächst, als betreffe das Problem TS vorwiegend biologische Männer. Dies ist jedoch nicht der Fall.
Inzwischen musste die Wissenschaft erkennen, dass es annähernd gleich viele transsexuelle Männer (FzM) wie transsexuelle Frauen (MzF) gibt.
TS ist gar nicht so selten.
Die immer weiter fortschreitende Aufklärung der modernen Zeit und das damit allgemein gestiegene Selbstbewusstsein hat vielen Betroffenen die Furcht vor der Öffentlichkeit genommen.
Waren es Mitte der Fünfziger Jahre noch wenige hundert Fälle, so stiegen die Zahlen auf einige Zehntausend bis Ende des vergangenen Jahrhunderts an. Alleine für die Bundesrepublik wird die Häufigkeit vom Verfasser auf 0,3-0,4 %o geschätzt und unter Berücksichtigung einer nicht unwesentlichen Dunkelziffer gar bis über 1 %o.
TS gibt es überall.
Es ist nicht zu beweisen, dass es TS nur in Großstädten gibt. So wie sich dieses Problem in allen Bevölkerungsschichten offenbart, so zeigt es sich auch in allen Regionen. Egal ob in der Großstadt, Kleinstadt oder auf dem Land. Da aber das Leben in der Großstadt anonymer ist und dort scheinbar ein toleranteres Klima herrscht, fühlen sich viele TS in diese Wohngebiete gezogen und treten dort auch offener auf.
TS ist nicht auf das Rotlichtmilieu beschränkt.
Manche haben immer noch die Vorstellung, solche "merkwürdigen Vögel" gäbe es nur in den Vergnügungsvierteln. Leider verbindet dieses Vorurteil die wahre Transsexualität zum Unmut vieler Betroffener zu Unrecht mit der Prostitution. Sicher lässt sich nicht bestreiten, dass viele TS aus finanziellen Nöten gezwungen werden sich auf diese Weise den Lebensunterhalt zu sichern.

Ignoranz und Intoleranz der Gesellschaft sind aber oft genug die Triebfeder für das Abgleiten in die Subkultur da es immer noch nicht selten ist, dass viele Betroffene nach ihrem Coming-out den Arbeitsplatz und damit den ausreichenden Broterwerb verlieren. So nähren Vorurteile und Ignoranz Intoleranz und Ablehnung.

Diskriminierungsabbau durch Aufklärung.

Es sollte Aufgabe aller Betroffenen sein, immer weiter Aufklärungsarbeit zu leisten. Familie, Freunde, Kollegen und Bekannte während und nach des Angleichungsprozesses immer wieder die Notwendigkeit der getroffenen Entscheidung und der daraus resultierenden Maßnahmen zu erläutern. Fehler, die die Umwelt begeht werden nicht deshalb zur Wahrheit weil sie ständig wiederholt werden. Aber sie verletzen die Betroffenen tief und reißen immer wieder die Wunden auf, die dann nur schlecht heilen wollen.
Spannungen bauen sich auf, die zu seelischen Verstimmungen bis hin zu tiefen Depressionen führen können. Die Betroffenen müssen sich die physische Angleichung an ihre Psyche immer noch hart erkämpfen, bis sie in ihrem sozialen Umfeld die entsprechende Anerkennung finden. Erst wenn die Reaktionen des sozialen Umfeldes sich den Erwartungen der Betroffenen annähern, können sich die seelischen Verspannungen lösen und die Wunden heilen. 

Erklärung der wissenschaftlichen Terminologie

Wenn es auch für Außenstehende schwer nachvollziehbar ist; die Betroffenen haben bereits immer in dem von ihnen angestrebten Geschlecht gelebt. Das biologische Geschlecht, die äußere Identität wird zwar geändert. Die innere Identität aber bleibt erhalten. Die äußere Form des Körpers wird deshalb umgestaltet, damit er die innere Identität nach außen repräsentieren kann. Somit verändert sich für die Umwelt die äußere Identität, doch es erscheint ihr die Phase der Angleichung nur als Wechsel der geschlechtlichen Identität, also als Transsexualität. Aber es wird in Wahrheit der psychischen Identität lediglich die physische Identität hinzugefügt. Es ist also nur ein körperliches Hinüberwechseln in die richtige Identität.
Für die Umwelt also "Transidentität", für die Betroffenen schlicht Komplettierung ihrer Identität"

Erschreckend ist die Erkenntnis:
"Anders zu sein als Andere"
Noch erschreckender dann:
"Du kannst dich nicht dagegen wehren"
Du versuchst zu verdrängen;
Du versuchst zu verbergen;
Du suchst Akzeptanz;
Du suchst dein wahres Leben.
Und wenn du es endlich gefunden hast
ist die Überwindung der mittlerweile
aufgebauten Hindernisse
fast unmenschlich quälend.
Doch wenn du dich dann gefunden hast
bist du befreit.
Befreit von Unsicherheit.
Befreit von Einsamkeit.
Befreit von innerer Zweisamkeit.
DU bist DU

Gerda Maria Weiß 0402

 

Hilfreiche Ausführungen für Transsexuelle

 

Diese Ausführungen sind nicht von mir, weil ich weder ein Mediziner, noch ein mit dieser Thematik umfassend bewanderte Fachfrau bin, es sind ausnahmslos Ausschnitte aus entsprechenden Internetseiten.  

Sämtliche folgenden Ausschnitte sind der Site transsexuell.de entnommen. Bitte beachtet, dass einige Angaben hier den Bestimmungen des Bundeslandes NRW unterliegen. Ihr findet diese Site unter dem Link:

http://www.transsexuell.de 

transsexuell.de ist eine private Initiative von Airin, mit über 25 Jahren transsexueller Erfahrung. Sie hat hunderte transsexueller Lebensläufe gesehen und zahllose tiefe persönliche und therapeutische Gespräche geführt.

 

Transsexualismus (Ausschnitt, Gesamttext unter http://www.transsexuell.de/med-pichlo.shtml )

Diagnose, Behandlung und Begutachtung

Störungsbild
Transsexualismus bezeichnet eine bestimmte Form der Störungen der Geschlechtsidentität. Transsexualität ist primär kein Problem der Sexualität, sondern ein Problem der Geschlechtsidentität ("Transidentität") und der Geschlechtsrolle ("Transgender").

Transsexualismus ist gekennzeichnet durch die dauerhafte Gewissheit, sich dem biologisch anderen Geschlecht zugehörig zu fühlen. Dazu gehören die Ablehnung der mit dem biologischen Geschlecht verbundenen Rollenerwartungen und der drängende Wunsch, sozial und juristisch anerkannt im gewünschten Geschlecht zu leben. Entsprechend besteht eine graduell durchaus unterschiedliche Ablehnung der körperlichen Merkmale des angeborenen Geschlechtes sowie in der Regel der Wunsch, durch hormonelle und chirurgische Maßnahmen soweit als möglich die körperliche Erscheinungsform dem Identitätsgeschlecht anzugleichen. Diese hormonelle und chirurgische "Geschlechtsumwandlung" kann aber nur eine graduelle Angleichung sein.

Leiden oder Behinderung transsexueller Menschen manifestiert sich über die Lebensspanne auf verschiedene Weise. Bei älteren Kindern führen die Konflikte im Zusammenhang mit der Entwicklung geschlechtsangemessener Fertigkeiten und adäquater Beziehungen zu gleichgeschlechtlichen Altersgenossen häufig zur Isolation. Ächtung und Hänseleien durch Altersgenossen sind besonders verbreitete Folgeerscheinungen für Jungen, die oft ausgeprägte weibliche Manierismen und Sprachmuster zeigen. Isolation und Ächtung tragen zu einem niedrigen Selbstwertgefühl bei und können zu Schulaversion und Schulabbruch führen. Mädchen und Frauen mit Geschlechtsidentitätsstörungen erfahren allgemein eine geringere Ächtung aufgrund ihres Interesses für die Zugehörigkeit zum anderen Geschlecht und haben zumindest bis zur Adoleszenz meist weniger unter Ablehnung durch Altersgenossen zu leiden. Bei Jugendlichen und Erwachsenen gerät die Vereinnahmung durch den Wunsch nach Zugehörigkeit zum anderen Geschlecht häufig in Konflikt mit ganz gewöhnlichen Tätigkeiten. Beziehungsschwierigkeiten sind verbreitet und die Leistungsfähigkeit in der Ausbildung und bei der Arbeit kann gestört sein. Das Störungsbild kann so beherrschend sein, dass das psychische Leben der Betroffenen sich einzig um jene Aktivitäten dreht, die das Leiden an der Geschlechtszugehörigkeit mindern. Sie sind häufig vereinnahmt von der Beschäftigung mit ihrem Erscheinungsbild, insbesondere in der frühen Phase des Wechsels zu einem Leben im anderen Geschlecht. Nicht selten kommt es zu Depressionen, Suizidversuchen und zu Missbrauch psychotroper Substanzen.

Die Angaben zur Häufigkeit liegen zwischen 1 : 10.000 - 1 : 30.000 für Mann-zu-Frau-Transsexuelle (Transfrauen) und zwischen 1 : 15.000 - 1 : 100.000 für Frau-zu-Mann-Transsexuelle (Transmänner).

Es gibt zwei verschiedene Verlaufsformen der Entwicklung einer Geschlechtsidentitätsstörung. Die erste Form betrifft biologische Männer und Frauen. Sie ist die Fortsetzung einer bereits in der Kindheit oder frühen Adoleszenz beginnenden Geschlechtsidentitätsstörung ("primäre" Transsexualismus). Diese Betroffenen werden typischer Weise in der späten Adoleszenz oder im frühen Erwachsenenalter vorstellig. Die andere Verlaufsform betrifft fast ausnahmslos biologische Männer. Bei dieser zweiten Verlaufsform treten die offeneren Anzeichen eines Zugehörigkeitsgefühls zum anderen Geschlecht später und gradueller auf, zumeist im frühen bis mittleren Erwachsenenalter ("sekundärer" Transsexualismus). Auch bei dieser Gruppe besteht meist früh ein Unbehagen mit dem eigenen biologischen Geschlecht, es gelingt den Betroffenen aber zunächst, sich mit ihrem biologischen Geschlecht und der entsprechenden sozialen Rolle mehr oder weniger gut zu arrangieren. Diese Gruppe mit später einsetzender offener Symptomatik ist mit größerer Wahrscheinlichkeit sexuell auf Frauen orientiert, im Ausmaß des Zugehörigkeitsgefühls zum anderen Geschlecht wechselhafter und bezüglich der Geschlechtstransformationsoperation unentschiedener; auch die Wahrscheinlichkeit der Zufriedenheit nach einer sogenannten Geschlechtsumwandlung kann bei ihnen geringer sein.

Ursachen und Verlaufsbedingungen von Geschlechtsidentitätsstörungen sind noch weitgehend ungeklärt und Gegenstand verschiedener theoretischer Ansätze. Bisher konnte weder eine anlagebedingte, noch eine körperliche, noch eine psychische Genese nachgewiesen werden. Ein persistierendes transsexuelles Begehren ist vermutlich das Resultat aufeinander folgender, in verschiedenen Abschnitten der psychosexuellen Entwicklung gelegener, summierend wirksam werdender Einflussfaktoren. Dementsprechend können möglicherweise unterschiedliche Entwicklungswege zur Ausprägung des transsexuellen Erlebens führen.

Grundsätzliche Vorbemerkungen

Transsexualismus ist in aller Regel zunächst eine Selbstdiagnose. Die Heftigkeit des Geschlechtsumwandlungswunsches und die Selbstdiagnose allein können nicht als einzige Indikatoren für das Vorliegen von Transsexualismus gewertet werden. Sowohl die zuverlässige Diagnose wie auch der Wechsel zu einem Leben im anderen Geschlecht - angefangen vom Entschluss zum Umstieg und der Inkenntnissetzung der Bezugspersonen und des sozialen Umfeldes, über die Erprobung der Lebbarkeit der gewünschten Geschlechtsrolle und der Klärung der individuell erforderlichen geschlechtsangleichenden somatischen Behandlungsmaßnahmen, bis hin zu deren Durchführung einschließlich der medizinischen Nachbetreuung - sind nur im Rahmen eines längeren gestuften diagnostisch-therapeutischen Prozesses möglich, bei dem hormonelle und chirurgische Maßnahmen eingebettet sind in eine psychiatrisch-psychotherapeutische Begleitung / Behandlung. Dabei müssen in jeder Phase der Behandlung immer auch die psychosozialen Aspekte mit berücksichtigt werden und es darf nicht auch den Augen verloren werden, dass die Betroffenen ihr Leben neu lernen.

Auf der gesellschaftlichen Ebene gibt es in den letzten Jahrzehnten eine anhaltende Tendenz zu einer Flexibilisierung der früher relativ starren Merkmale der Geschlechtszugehörigkeit. Damit einhergehend ist die gesellschaftliche Toleranz gegenüber uneindeutigen Geschlechtsmerkmalen größer und die Bestimmung der Geschlechtszugehörigkeit ausschließlich nach körperlichen Merkmalen unüblicher geworden. Zwar bedarf es zur Darstellung der Rolle als Mann oder Frau und zur sozialen Anerkennung in dieser Rolle spezifischer Zeichen, aber diese Männlichkeit und Weiblichkeit signalisierenden Zeichen sind im Alltag und im Erleben von Menschen nicht in der Weise an die Beschaffenheit des Körpers gebunden, wie es die traditionelle, am Körper orientierte Unterscheidung von Frau und Mann glauben macht. Der Zirkelschluss: "Transsexuell ist, wer anhaltend und überzeugend geschlechtsangleichende Operationen anstrebt - bei Vorliegen einer Transsexualität sind geschlechtsangleichende Operationen indiziert" hat in der Vergangenheit immer wieder für Transsexuelle zu einem Zwang geführt, sich weitgehenden operativen Eingriffen zu unterziehen, um als "echte" Transsexuelle zu gelten. Die Reflexion dieser Entwicklung und Problematik hat zu einem Richtungswechsel in der systematischen Beschreibung und der Krankheitslehre geführt. Dabei wurde die Diagnose Transsexualismus von den Indikationskriterien für geschlechtsangleichende Operationen getrennt und damit der Stellenwert geschlechtsangleichender Operationen als einzige "Lösung" bei Transsexualität relativiert. Praktisch bedeutet dies, dass auch aus der weitgehend sicheren Diagnose Transsexualismus nicht ohne weiteres somatische Therapiemaßnahmen sowie deren Umfang und Zeitpunkt abzuleiten sind. Ausschlaggebend für die psychische Stabilisierung von Transsexuellen ist die konstante Erfahrung, in ihrem Wunschgeschlecht angekommen zu sein und in diesem anerkannt zu werden. Wie weit ein Transsexueller in seinem Streben nach Angleichung seines Körpers an das psychisch empfundene Geschlecht geht, hängt also wesentlich auch davon ab, wie weit ihm die soziale Integration und Anerkennung in seinem Identitätsgeschlecht ggf. auch ohne hormonelle oder chirurgische Angleichung gelingt.

Beratungsstellen und Selbsthilfegruppen

Ärztliche Beratungsstellen für transsexuelle Menschen bestehen in Nordrhein an den psychiatrischen Universitätskliniken Aachen und Essen, in Westfalen außerdem an der psychiatrischen Universitätsklinik Münster.

Psychosoziale Beratung und Betreuung Betroffener und Angehöriger bietet die Deutsche Gesellschaft für Transidentität und Intersexualität (dgti) (Informationen über http://www.dgti.org oder http://dgti.trans-info.de). Zur Erleichterung des Alltagstestes ist über die dgti auf ärztliches oder psychologisches Attest die Ausstellung eines Ergänzungsausweises als Legitimation der gelebten Geschlechtsrolle gegenüber Behörden, Institutionen und der Polizei auch vor einer gerichtlichen Vornamensänderung nach dem Transsexuellengesetz möglich.

Ratsam ist darüber hinaus auch der Anschluss an eine Selbsthilfegruppe.

 

Zur Hormonbehandlung (Ausschnitt, Gesamttext unter: http://www.transsexuell.de/med-hormone.shtml )

2.1 Mann-zu-Frau-Transsexuelle

Der Hormonkreislauf ist zwar nicht mit dem natürlichen identisch, denn es werden ja von außen Hormone zugeführt. Die Wirkungen sind aber analog. Von Interesse ist auch die oben beschriebene Rückkopplung über die Hypophysenhormone, die auch bei der gegengeschlechtlichen Hormontherapie funktioniert.

Unter Gabe von Östrogenen ist bei den meisten Mann-zu-Frau-Transsexuellen eine Abnahme der Libido und eine teils erhebliche Senkung der sexuellen Potenz zu beobachten. Diese Beruhigung der Sexualität wird zunächst oft als entlastend empfunden.

Weiterhin wird das Brustwachstum eingeleitet. Bereits in den ersten Wochen nach Beginn der Hormoneinnahme ist meist eine verstärkte Berührungsempfindlichkeit der Brust zu verzeichnen, die in der ersten Zeit auch als schmerzhaft empfunden werden kann. Während sich zunächst die Brustwarzen vergrößern, nimmt später auch das Drüsengewebe zu. Auch Mamillenreaktionen sind zu beobachten, d.h. bei Kälte oder sexueller Erregung verkleinern sich die Brustwarzen. Es sei noch angemerkt, dass sich durch eine Steigerung der Hormondosis keineswegs ein größerer Busen erreichen lässt, da die endgültige Brustgröße in erster Linie von der Veranlagung abhängt.

Infolge der Hormonbehandlung kommt es auch zu einer weiblichen Fettverteilung, so dass sich der Körper innerhalb gewisser Grenzen dem weiblichen Vorbild immer mehr annähert. Dabei sind natürlich Grenzen gesetzt, etwa durch den Knochenbau. Die Gesichtszüge werden insgesamt weiblicher. Die Haut wird zarter und empfindlicher gegenüber Berührungen. Meist ist eine deutliche Verringerung der Körperbehaarung zu verzeichnen, ein hemmender Einfluss auf den Bartwuchs wurde bisher nur in Einzelfällen berichtet (s. Epilation). Auch ein Muskelschwund wird erreicht, so dass eine weibliche Muskulatur entsteht. Die Stimmlage verändert sich durch die hormonelle Umstellung nicht; Stimmtraining bzw. Stimmoperationen kommen hier in Frage.

Hoden und Genitalien schrumpfen etwas, werden „atrophisch“. Dadurch bedingt kommt es nach einigen Monaten auch zur Sterilität, da keine Spermien mehr produziert werden. Früher oder später, individuell unterschiedlich, ist damit zu rechnen, dass diese Unfruchtbarkeit dauerhaft auch nach einem Absetzen der Hormone bestehen bleibt.

Typischerweise beginnt die Östrogen-Substitution relativ vorsichtig, mit ca. 2 mg Östradiol pro Tag. Besonders im Hinblick auf das Brustwachstum hat sich dies bewährt. Es sollte ein gewisses Spannungsgefühl und eine Empfindlichkeit in den Brüsten zu beobachten sein - Anzeichen für ein Wachstum der Brust. Stagniert die Entwicklung, können die Östrogen-Rezeptoren über Monate hinweg mit einer schrittweisen Erhöhung der Dosis jeweils wieder aktiviert werden.

Abhängig von der individuellen Situation kann es angezeigt sein, die noch im Körper vorhandenen männlichen Hormone (Testosteron) mit einem Antiandrogen in ihrer Wirkung zu hemmen. Nach Entfernung der Hoden wird deren Einnahme überflüssig, doch es müssen weiterhin Östrogene eingenommen werden. Eine Dosis von 2 mg/Tag könnte als Richtwert angesehen werden. Zur Vermeidung einer Osteoporose sind mindestens 0,2 – 0,4 mg/Tag erforderlich.

Gestagene spielen bei der Femininisierung nur eine Nebenrolle. Es werden positive Wirkungen auf Psyche und Libido genannt, dies scheint jedoch individuell unterschiedlich zu sein. Auch auf das Brustwachstum soll eine zyklische Hormongabe mit Gestagenen förderlich wirken.

 

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